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Raddampfer „Dresden“

Der Raddampfer „Dresden“ wurde 1926 auf der Werft in Dresden-Laubegast gebaut und am 29. Juni 1926 in Dienst gestellt. Er sollte unter anderem als Konzert- und Veranstaltungsort dienen und setzte mit seiner modernen, luxuriösen Ausstattung neue Maßstäbe für die Personenschifffahrt auf der Oberelbe. Besondere Merkmale waren ein großes Oberdeck, ein großzügiger Decksalon, Panoramafenster und moderne Sanitäranlagen. Auch im technischen Bereich gab es einige Neuerungen. Die ventilgesteuerte Dampfmaschine erreichte eine Leistung von 300 PS. Die moderne Ruderanlage konnte ohne Steuermaschine bedient werden. Die Schaufelräder waren kleiner als bei den Vorläufern. Die Gesamtlänge des Schiffes betrug 68,70 m, die Breite über Deck 6,90 m. Über den Radkästen war der Dampfer 12,90 m breit. Leer hatte der Raddampfer einen Tiefgang von 0,80 m. Heute befinden sich auf dem Schiff 415 Sitzplätze, davon 179 innen und 236 außen.
Die „Dresden“ wurde als Ausflugsdampfer im sächsischen Raum eingesetzt. Den Zweiten Weltkrieg überstand sie weitgehend unbeschadet. Kurz nach einer Überholung kam es jedoch am 18. Juni 1946 zu einem Großbrand, der das Schiff fast völlig zerstörte. 1948 wurde der Wiederaufbau beschlossen, der bis 1949 dauerte. Danach konnte der Dampfer wieder in Dienst genommen werden. Heute ist die „Dresden“ ebenso wie ihr Schwesterschiff „Leipzig“ und sieben weitere Passagierschiffe immer noch auf der Oberelbe im Einsatz.
Seit mehr als 170 Jahren gibt es auf der Elbe den Personenverkehr mit Dampfschiffen. Die Geschichte der Personendampfschifffahrt begann im Juli 1836, als zwölf Dresdner Bürger das Privileg zur Dampfschifffahrt in Sachsen erhielten und wenig später die „Elbdampfschifffahrts-Gesellschaft Dresden“ gründeten.1910 erwarb die Gesellschaft ihren Liegeplatz in der Nähe der Brühlschen Terrassen. Ab 1911 zählten 33 Schiffe zur Flotte der Schifffahrtsgesellschaft. Nach 1945 waren es nur noch acht Schiffe. In den Neunzigerjahren wurden die historischen Raddampfer aus den Jahren 1879-1929 umfangreich restauriert. Ein Dampfer wurde hinzugekauft. Damit gilt die Raddampferflotte als die älteste und größte der Welt.




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