| Puppenbogen und Figuren |
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Der Beruf des Legionärs war vor allem bei den Söhnen ärmerer römischer Familien beliebt, da ein fester Sold gezahlt wurde. Außerdem erhielten die Soldaten nach 25 Jahren Dienstzeit ein Stück Land oder einen Geldbetrag als Altersversorgung. Wer in die Armee aufgenommen werden wollte, musste eine harte Ausbildung bestehen, nur die Besten wurden ausgewählt. Außerdem musste der Bewerber das römische Bürgerrecht besitzen, lesen und schreiben können und eine kräftige Statur haben. Unter Kaiser Augustus war es die Hauptaufgabe der Armee, die Grenzen des weit ausgedehnten römischen Reichs zu sichern. Hierfür wurden vor allem die Hilfstruppen eingesetzt: Verbündete oder Söldner aus von den Römern eroberten Ländern. Meist wurden sie dabei fern der ursprünglichen Heimat eingesetzt, sodass zum Beispiel Orientalen die Grenzen am Rhein und die Germanen die Grenzen in Nordafrika sicherten. Die Soldaten der Hilfstruppen erhielten nach 25 Jahren Dienstzeit das römische Bürgerrecht und eine Urkunde, das so genannte ?Militärdiplom?. Wenn die Legionäre in den Krieg zogen, mussten sie ihr Marschgepäck tragen, zu dem nicht nur die Waffen, sondern auch Werkzeug, Schanzzeug, Kochgeschirr, Proviant und eventuell wenige persönliche Dinge gehörten. Das Marschgepäck hatte meistens ein Gewicht von über 30 Kilogramm. Zu den Aufgaben im Militärlager gehörten auch das Kochen und Wäsche waschen sowie das Anlegen von Feldern ringsum das Lager, mit denen die Versorgung gesichert werden sollte. Vor dem 1. Jahrhundert waren die Soldaten im Kampf durch ein Kettenhemd geschützt. Durch ihre zahlreichen Kämpfe mit anderen Völkern lernten sie andere Rüstungen und Waffen kennen und übernahmen sie. Nur der Schienenpanzer, der im 2. Jahrhundert entwickelt wurde, ist römischen Ursprungs. Er bestand aus Metallschienen, die auf Lederriemen gespannt wurden. Dadurch blieb der Soldat beweglich und war trotzdem besser geschützt. Außerdem ließ sich diese Rüstung leicht reparieren, indem man einfach die beschädigten Metallschienen entfernte und durch neue ersetzte. Am vorderen Teil der Rüstung befand sich ein Schurz aus Lederstreifen und Metallplättchen, der nur der Dekoration diente. Der Helm war bei ranghöheren Soldaten mit einem Federbusch verziert. Der Zenturio hatte eine besondere Rüstung. Er trug Beinschienen, und Helm und Panzer waren reich verziert. Die Legionäre waren mit zwei Wurfspeeren und einem Kurzschwert bewaffnet. Ein großer, mit Leder bespannter Schild aus Holz bot Schutz von der Brust bis zu den Knien. Der Wurfspeer hatte an der Spitze einen langen, dünnen Schaft aus nicht gehärtetem Eisen, der sich beim Eindringen in den Schild des Gegners verbog. Dadurch war der Gegner in seiner Bewegung eingeschränkt, es war ihm aber auch nicht mehr möglich, den Speer aus seinem Schild zu ziehen und damit weiterzukämpfen. Der Gegner war nun also wehrlos. Der römische Legionär konnte sich nun mit seinem großen Schild verdecken und mit dem Kurzschwert den Feind niederstechen. Als nach dem 2. Jahrhundert immer mehr Kämpfe zu Pferd ausgeführt wurden, veränderte sich die Bewaffnung der Legionäre. Statt der Wurfspeere und des Kurzschwerts wurden nun Lanze und Langschwert getragen. |
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