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Römischer hölzerner Wachturm

Unter Kaiser Trajan bauten römische Grenztruppen am raetischen Limes hölzerne Wachtürme. An einer originalgetreuen Nachbildung, die bei Michelstadt im Odenwald steht und nach neuesten archäologischen Erkenntnissen ausgeführt wurde, orientiert sich das vorliegende Schreiber-Bogen-Kartonmodell.
Für Hinweise zum Aufbau römischer Wachtürme gibt es kaum Quellen. Rekonstruktionen der Türme am Limes orientieren sich häufig an Reliefs der Trajansäule in Rom. Grabungen am Verlauf des römischen Limes ergaben, dass die Türme auf niedrigen Hügeln errichtet wurden, die von flachen Ringgräben umgeben waren. Als Fundament waren Steine in Trockenbauweise aufeinandergeschichtet. An den vier Ecken gab es Aussparungen für mächtige Eckpfosten. In Schlitzen auf jeder Turmseite waren vermutlich Balken befestigt, die übereinandergelegt einen Rost ergaben, der das Fundament zusammenhalten sollte. Innen war das Fundament mit Lehm aufgefüllt.
Über dem Fundament errichteten die Römer Türme in Blockbauweise. Sie bauten Balken oder Rundhölzer horizontal übereinander. Das Vorbild zum vorliegenden Modell hatte keinen Gang auf der Außenseite des Turms. Es gab auf jeder Seite zwei große Fenster, von denen aus die römischen Soldaten den Limes überwachten.
Der Limes, also der Grenzverlauf zwischen dem Römischen Reich und Germanien, existierte anfangs nur als ein militärisch überwachter Postenweg, der von Holztürmen gesäumt war. Später wurden entlang des Postenwegs Holzpalisaden errichtet. Ende des 2. Jahrhunderts ersetzte man die baufälligen Holztürme durch Steintürme. Später legten die Grenztruppen unmittelbar hinter den Palisaden Wälle und Gräben an. Von den Holzbauten sind heutzutage nur noch wenige Spuren erhalten.




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