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Notre-Dame Paris

Notre-Dame, die berühmteste Kirche in Paris, steht auf der Ostspitze der Seine-Insel Île de la Cité mitten im historischen Zentrum der Stadt. Sie ist eine der frühesten gotischen Kirchen Frankreichs und wurde in den Jahren 1163 bis 1345 erbaut. Am Westportal stehen zwei Türme aus Naturstein mit einer Höhe von jeweils 69 Metern. Der hölzerne Vierungsturm war bis zum Einsturz im April 2019 93 Meter hoch. Im Kirchenraum finden bis zu 10.000 Personen Platz.
Mit dem Bau der Kirche wurde 1163 begonnen. Der Chor wurde noch im romanischen Stil gebaut. Je weiter der Bau voranschritt, desto mehr setzte man gotische Stilelemente ein. Die gesamte Bauzeit von fast 200 Jahren lässt sich in vier Bauphasen einteilen. 1163-1182 wurde der Chor fertiggestellt. Das mittlere Kirchenschiff wurde 1182-1190 errichtet. Dazu gehörten die Vierung, das Querschiff, Teile des Hauptschiffs und Teile der Seitenschiffe. Das restliche Kirchenschiff und die Westfassade wurden 1190-1225 errichtet. 1225-1250 baute man die beiden Westtürme. Während der restlichen Bauzeit gestaltete man ursprünglich romanische Elemente im gotischen Stil um.
Schon im Jahr 1240 hatte man beschlossen, auf den Westtürmen keine Turmspitzen zu errichten. Dafür gab es in Notre-Dame aber einige Neuerungen im Kirchenbau. Das um 1180 erbaute Strebewerk war eine neuartige Erfindung, bis heute ist allerdings nicht sicher, ob das Strebewerk von Notre-Dame wirklich das weltweit erste ist. An der Fassade der Kirche sind zahlreiche Figurengruppen, wie zum Beispiel die Königsgalerie mit 28 lebensgroßen Figuren, die die Könige von Juda darstellen. An der Westfassade sieht man ein riesiges Rosettenfenster. Mit 12 Metern Durchmesser ist es die größte Rosette Europas.
Als bedeutendste Kirche des Landes stand Notre-Dame schon oft im Mittelpunkt historischer Ereignisse. Während des Hundertjährigen Krieges ließ sich der englische König Heinrich VI. im Alter von zehn Jahren 1431 zum König von Frankreich krönen. Im Jahr 1804 krönte sich Napoleon Bonaparte in Notre-Dame selbst zum französischen Kaiser. Von 1793-1802 wurde die Kirche entweiht und zum Tempel der Vernunft erklärt, später auch als Weindepot genutzt. 1944 sollten bei Abzug deutscher Besatzungstruppen die wichtigsten Pariser Gebäude gesprengt werden. Es konnte gerade noch verhindert werden, dass auch Notre-Dame zerstört wurde.
Die Kathedrale Notre-Dame ist eine der berühmtesten Kirchen weltweit. Sie ist Schauplatz zahlreicher Filme und Romane, wie zum Beispiel „Der Glöckner von Notre-Dame“ von Victor Hugo. Seit 1991 gehört Notre-Dame zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im April 2019 gab es einen verheerenden Großbrand im Dachstuhl der Kirche, bei dem das Dach und der Vierungsturm einstürzten. Weltweit kam es zu einer riesigen Spendenbereitschaft. In Paris ist auch nach dem Brand das Interesse der Touristen an Notre-Dame ungebrochen.




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