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Berliner S-Bahn ET/EB/ES 165

Die Berliner Stadtbahn hat eine lange Geschichte hinter sich. Schon ihre Entwicklung war ein langwieriger Prozess mit verschiedenen Versuchs- und Vorgänger-Modellen. 1927/1928 wurden dann die ersten in Serie gefertigten Züge in Dienst gestellt, als es darum ging für die „große Elektrisierung“ der Stadt-, Ring- und Vorortbahnen genügend Züge bereitzustellen.
Auf jeder Seite der Stadtbahnen waren vier gleichmäßig über die Wagenlänge verteilte Doppelschiebetüren, schon damals mit druckluftbetätigter Türschließung. Dazwischen immer vier Sitzabteile mit je vier Sitzplätzen. Die Züge fuhren als Zweiwagen-Einheiten (Viertelzug) mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h. Gebraucht wurden große Stückzahlen von den Wagen, so dass man zu einem damals ungewöhnlichen Verfahren griff: Man ließ die gleichen Wagen in mehreren Waggonfabriken bauen: in Kassel, Köln, Görlitz, Breslau und Bautzen sowie in der Spandauer Niederlassung von Orenstein & Koppel. Insgesamt 638 Triebwagen, 465 Steuerwagen und 173 Beiwagen der „Stadtbahnen“ kamen so im Lauf der Zeit zusammen. Die elektrische Anlage an den Wagen komplettierte das Reichsbahn-Ausbesserungswerk Schönweide.
1942 wurden die Steuerwagen in Beiwagen umgebaut und in der Nachkriegszeit wurden die Beiwagen dann wieder zu Steuerwagen. Ende der Sechzigerjahre gab es einschneidende Veränderungen: Die Züge wurden auf Einmannbetrieb umgebaut. Das heißt, sie fuhren nur noch mit dem Fahrer ohne Schaffner. In diesem Zusammenhang wurden Doppelscheinwerfer statt der einzelnen Stirnlampe installiert, wie an dem Modell sichtbar.
In dieser Form waren die Stadtbahnen bis 1997 im regulären Fahrbetrieb. Mit einer Sternfahrt zum S-Bahnhof Ostkreuz wurde die Baureihe „Stadtbahn“ nach rund 70 Jahren am 21. Dezember 1997 von Tausenden Fahrgästen verabschiedet. Einige Züge waren danach sogar noch bis ins Jahr 2000 unterwegs.
Wer sich für die Geschichte der Berliner S-Bahn interessiert, kann die Internet-Adressen des Vereins „Historische S-Bahn“ besuchen oder des Berliner S-Bahn-Museums. Das S-Bahn-Museum hat auch eigene Ausstellungsräume.


















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